SONNENBERG
KLINIK
Fach- und
Rehabilitationsklinik für Onkologie (AHB), Hämatologie und
Immunologie
Hardtstraße 13
- 37242 Bad Sooden-Allendorf -
Telefon: 05652 54-1 - Telefax: 0 5652 54-9 90
Informationen zu Krankheiten
Weitere Medizinische
Informationen und Links -
speziell auch von
der Sonnenberg Klinik -
klicken Sie hier
|
Ernährung bei Krebs
In den
letzten Jahren wurde aus vielen, international durchgeführten Langzeitstudien
die Erkenntnis gewonnen, dass ein hoher täglicher Verzehr von Gemüse und Obst,
also eine pflanzlich betonte Ernährungsweise, langfristig gesehen vor Krebs
und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen kann. Die Forscher führen diese
Wirkung auf die darin enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe
sowie den Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen zurück.
Es gibt z.Zt.
noch keine Hinweise, dass einzelne Substanzen für sich allein, z.B. das
Vitamin C, E oder Beta-Carotin für diese Schutzwirkungen verantwortlich sind.
Es scheint das komplexe Zusammenwirken aller Inhaltsstoffe zu sein - auch der
bis heute noch gar nicht identifizierten -, auf welche die positiven
gesundheitlichen Wirkungen zurückzuführen sind.
Ernährung bei Krebs: Pflanzliche Lebensmittel
Pflanzliche
Lebensmittel, insbesondere Gemüse und Obst, enthalten bioaktive Substanzen,
die vor der Entwicklung von Krebs in verschiedenen Organen schützen können,
indem sie spezifische Entstehungsprozesse einer Krebserkrankung beeinflussen. Dazu gehören z.B. das Abfangen von Radikalen,
die Stimulation von Entgiftungsprozessen und die Regulation des Zellwachstums.
Nachstehend
einige Beispiele schützender Pflanzeninhaltsstoffe, ihr Vorkommen und die
angenommenen Wirkungen. Um die Vielfalt der in Pflanzen enthaltenen
Schutzstoffe zu nutzen, sollten Sie die einzelnen Gemüse- und Obstsorten
möglichst breit auswählen und viel davon in roher, unerhitzter Form essen.
Schutzstoff
|
Vorkommen
|
Wirkungen
|
Ballaststoffe
|
Gemüse,
Obst, Getreide, Vollkornprodukte, Nüsse, Samen |
wichtig
für die Darmgesundheit, östrogenspiegelsenkend |
Beta-Carotin
|
Möhren,
Möhrensaft, Aprikosen, Honigmelone, Chicoree, Dill, Petersilie, Fenchel,
Kresse, Salat, Broccoli, rote Paprika |
antioxidative Eigenschaften, hilft bei der Neutralisation von freien
Radikalen |
Lykopin
|
Tomaten,
Tomatensaft, Tomatenpüree, Tomatensoßen, Wassermelonen, rote Grapefruit
|
antioxidative Eigenschaften, hilft bei der Neutralisation von freien
Radikalen |
Glucosinolate bzw. deren Abbauprodukte, die Indole
|
Kresse,
Kohlrabi, Rettich, Radieschen, Rosenkohl, Rotkohl, Broccoli, Blumenkohl
|
regen
Entgiftungsfunktionen an, östrogenspiegelsenkend |
Flavonoide
|
blaue
Weintrauben, Beeren, grüner Tee, Äpfel, Walnüsse, Zwiebeln |
wirken
antimikrobiell, antioxidativ, regen Entgiftungsfunktionen an. |
Phytoöstrogene
|
Genistein
in Sojaprodukten, Lignane in Leinsamen, Weizen- und Roggenvollkorn, Gemüse |
östrogenspiegelsenkend |
Vitamin
C
|
Obst und Gemüse in roher Form, Kiwi, Beerenfrüchte,
Zitrusfrüchte, Paprika, grüne Salate und grüne Küchen-kräuter |
antioxidative Eigenschaften, Radikalfänger |
Vitamin
E
|
Pflanzenöle, Nüsse, Samen, Getreidekeimling |
antioxidative Eigenschaften, Radikalfänger |
Selen
|
Fisch,
Ei, Vollkornhaferflocken, Naturreis, Weizenvollkornmehl, Hülsenfrüchte,
Sesam, Kokosnuss |
antioxidativ wirksames Spurenelement, ist Bestandteil eines Enzymsystems
in unserem Körper, welches die Bildung zellschädigender Substanzen
vermindert, stärkt das Immunsystem, vermindert die Wirkung von
Umweltgiften |
Ernährung bei Krebs:
Gesundheit
kann man also essen!
Dies ist auch
für bereits an Krebs erkrankte Menschen von Bedeutung, da durch eine gemüse- und
obstbetonte Ernährung
sweise das Risiko für
Neuerkrankungen vermindert werden kann.
Darum sollte
auch in der Tumornachsorge die Ernährung vollwertig und an die individuellen
Bedürfnisse angepasst sein. Eine solche Ernährung liefert dem Körper wichtige
Schutzstoffe, kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen und die
körpereigenen Abwehrkräfte unterstützen.
Sie können als
Tumorpatient über eine individuell abgestimmte Ernährung selbst positiv zu Ihrem
Wohlbefinden beitragen, denn auch die Ernährung stherapie mit vollwertiger Kost ist wesentlicher Bestandteil einer
ganzheitlichen Krebsbehandlung.
Ernährung bei Krebs:
Empfehlungen
für eine gesunde und stärkende Ernährung
-
Täglich Gemüse und
Obst essen – über den Tag verteilt
5 Gemüse- und Obstportionen. Das können z..B. sein: 1 Apfel, 1 Banane oder
anderes Obst, 1 Glas Tomatensaft oder anderer Gemüsesaft, 1 Rohkostsalat und
1 Portion gekochtes Gemüse. Es darf aber durchaus mehr sein.
-
Ballaststoffreich
essen
– bevorzugen Sie Vollkornprodukte (Vollkornbrot, Vollkornbrötchen,
Knäckebrot). Produkte aus feingemahlenem Vollkornmehl werden bei
Verdauungsproblemen häufig besser vertragen, aber testen Sie selbst. Probieren
Sie auch Naturreis und Vollkornnudeln. Empfehlenswert ist auch die Kombination
von Obst, Getreide und Milchprodukten, z.B. Müsli aus Frischkörnern oder
Getreideflocken mit Obst und Joghurt.
-
Sparen Sie am Fleisch
und essen Sie regelmäßig Fischgerichte
– Fleisch muss nicht, kann aber in Maßen 1-2
mal in der Woche gegessen werden. Fisch sollte regelmäßig zweimal in der Woche
auf den Tisch kommen (enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren, Spurenelemente wie
Jod und Selen). Ein leckerer und gesunder Fleischersatz ist auch Tofu aus dem
Reformhaus.
-
Tierische Fette
sparsam verwenden
– Bevorzugen Sie
magere Wurst- und Käsesorten, Geflügelwurst, Corned beef, Kochschinken, Käse
bis max. 45% i.Tr. Als Faustregel gilt: Der Brotbelag sollte nicht mehr als
die Hälfte der Brotmenge betragen, d.h., auf eine 50 Gramm Scheibe Brot
gehören nur 25g Käse oder Wurst. Besser ist es, mehrere Scheiben Brot zu
essen, sich also am Brot satt zu essen und jede Scheibe normal zu belegen.
Probieren Sie auch mal pflanzliche Brotaufstriche (großes Angebot im
Reformhaus und Naturkostladen).
-
Verwenden Sie Fette
sparsam und bevorzugen Sie pflanzliche Öle
- empfehlenswert sind Olivenöl und Rapsöl.
Rapsöl ist im Gegensatz zum Olivenöl geschmacksneutral. Beide Öle enthalten
überwiegend einfach ungesättigte Fettsäuren, so dass sie sich nicht nur für
Salate sondern auch für mäßiges Erhitzen in der Küche eignen (Fette
nicht überhitzen, entstehender Qualm enthält krebserregende Substanzen). Für
Salate können Sie aber auch Sonnenblumen- oder Weizenkeimöl verwenden.
Weiterhin sind alle Fette sinnvoll, die Omega-3-Fettsäuren enthalten.
Wesentlich sind hier Fisch, Leinöl und Walnussöl (nur für die kalte
Zubereitung verwenden), Leinsamen und Walnüsse. Brote sollten sparsam mit
Aufstrichfett, z.B. mit einer Messerspitze Butter oder ungehärteter
Pflanzenmargarine bestrichen werden.
-
Regelmäßig
Milchprodukte –
besonders
empfehlenswert sind Sauermilchprodukte wie Joghurt, Kefir, Dickmilch,
Schwedenmilch und Quark.
-
Bevorzugen Sie
Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung sowie saisonale und regionale
Produkte.
Unsere
Ernährungsbroschüre
Ernährung bei Krebs, die es in der Sonnenberg-Klinik zu kaufen gibt,
versorgt sie mit
-
wissenschaftlichen Erkenntnissen rund um’s Thema Ernährung
und Krebs
-
Ratschlägen bei häufigen Problemen wie Gewichtsabnahme,
Durchfall, Übelkeit, Mundtrockenheit, Schluckbeschwerden u.a.
Eine Fundgrube
für allerlei leckere Sachen sind unsere Rezeptsammlungen (Band 1 u. 2).
-
Salate, Suppen, Hauptgerichte, Desserts, Kuchen, Brot u.a.
laden zum Nachmachen ein.
-
Die Rezepte sind einfach gehalten und auch für
Vollwert-AnfängerInnen kein Problem.
Die vielen
praktischen Tipps sollen Ihnen helfen, einen gesundheitsfördernden Speiseplan zu
entwickeln, der auch Ihren persönlichen Vorlieben entspricht. Denn schmackhaftes
Essen ist und bleibt ein Stück Lebensqualität.
Mit
den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Ihre Sonnenberg-Klinik

Zur Klärung
weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht
Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte
vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
Sagen Sie uns ruhig mal Ihre
Meinung!
Oder stellen Sie Ihre Fragen -
klicken Sie uns hier an...

Sie möchten
diesen Artikel ausdrucken? Markieren Sie den gewünschten Text, gehen Sie in der
Symbolleiste auf "Datei", dann auf "Drucken", danach
"Markierung" anklicken und dann erst drucken, denn sonst verlieren Sie
durch die nachfolgende Themenübersicht unnötiges Papier.
Aktualisiert:
Juni 2010
Weitere
Informationen zu
Krankheiten finden Sie bei der
Wicker-Gruppe unter
www.informationen-zu-krankheiten.de.
Info-Material zur Klinik anfordern:
www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html
Weitere
Fragen? Ihre Meinung?
Schicken Sie uns eine Email
· Impressum
· Anfahrt
Sonnenberg-Klinik
Hardtstraße 13 · 37242
Bad Sooden-Allendorf
Telefon (0 56 52) 54-1 · Telefax (0 56 52) 54-9 90
Gebührenfreies Service-Telefon:
0800 7 35 87 00
Haftungshinweis: Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im
Einzelfall ist immer ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher
Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den
Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.
|