SONNENBERG
KLINIK
Fach- und
Rehabilitationsklinik für Onkologie (AHB), Hämatologie und
Immunologie
Hardtstraße 13
- 37242 Bad Sooden-Allendorf -
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Ernährung nach Magenoperation
Ernährungshinweise für
Patienten nach Magenoperation bei Magenkreb
Nach einer Magenoperation
(Magenteilentfernung) bleibt häufig nur noch ein kleiner Restmagen bestehen, bei
vollständiger Magenresektion muss der sich anschließende Dünndarm die
Verdauungsaufgaben des Magens übernehmen, was allmählich und nur teilweise
geschieht. Das durch die Salzsäure bedingte saure Milieu im Magen fehlt. Der
kleine Restmagen ist schnell überfüllt, der obere Dünndarm hat nicht die
Speicherkapazität, die der Magen gehabt hat.
Druck- und Völlegefühl, Aufstoßen, Übelkeit und Erbrechen und Durchfall sind die
Folgen. Der schnelle Übertritt des Speisebreis in den Dünndarm kann einen als „
Dumpingsyndrom“ bekannten Beschwerdekomplex auslösen. Kurze Zeit nach der
Nahrungsaufnahme, längstens jedoch nach 1-2 Stunden äußern sich diese
Beschwerden in Form von Schwäche- oder Schwindelgefühl, Schweißausbruch,
Druckgefühl im Oberbauch, manchmal auch Übelkeit und Erbrechen.
Patienten mit Magenkrebs,
die sich nach Magenoperation
(Magenentfernung) zu einer stationären Rehabilitation in der Sonnenberg-Klinik
befinden, werden durch individuelle Ernährung
sberatung intensiv betreut.
Nach der operativen
Entfernung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren ist eine Leichte Vollkost zu
empfehlen. Viele kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt sind verträglicher
als drei große Mahlzeiten. Wichtig ist, dass Sie langsam essen und Ihre Speisen
gut kauen.
Falls Sie einen ungewollten
Gewichtsverlust erlitten haben, können Sie Zusatzergänzungsnahrungen probieren.
Diese kleinen bilanzierten Trinkportionen gibt es in der Apotheke zu kaufen.
Welches Produkt Sie auswählen, hängt vor allem von Ihrem Geschmack und der
Zusammensetzung ab.
Die Kalorienzahl sollte identisch sein mit der Angabe des Volumens in ml. So
z.B. sollte eine 200 ml Portion nicht mehr als 200 Kilokalorien haben. Der
Fettanteil höchstens bei 30% liegen.
Therapeutische
Maßnahmen:
-
Viele kleine Mahlzeiten
-
Langsam essen und gut
kauen
-
Flüssigkeitsaufnahme nur
zwischen, nie zu den Mahlzeiten
-
Evtl. Mahlzeiten liegend
einnehmen
-
Gezuckerte Speisen meiden
-
Bei individueller
Unverträglichkeit Milch ausschalten
-
Evtl. Spezialfett mit
mittelkettigen Triglyceriden (MCT) verwenden
Folgende Nahrungsmittel
sind außerdem nicht empfehlenswert:
Milch, Bohnenkaffee,
Knoblauch, Pfeffer, scharfer Senf, Meerrettich, Alkohol, gepökelte und
geräucherte Lebensmittel.
Normalerweise bereitet der
Magen die Speisen zur weiteren Verdauung im Dünndarm vor.
Um zuviel Fettausscheidung (weiße, glänzende Fettstühle), bedingt durch eine
unbefriedigende Fettverdauung durch die Bauchspeicheldrüsenenzyme zu vermeiden,
können Verdauungsenzyme in Granulatform, zu den Mahlzeiten eingenommen werden.
Allgemein sollten nicht mehr als 30% der täglichen Nahrungskalorienmenge aus
Fett bestehen. Dies sind durchschnittlich max. 60 Gramm Fett insgesamt ( Koch-
und Streichfette, sowie versteckte Fette in Lebensmitteln ) pro Tag.
Die Verwendung von MCT-Fetten (im Reformhaus erhältlich) sowie eine
gleichmäßige Fettverteilung über den Tag ist empfehlenswert.
Literaturempfehlung:
Herman Mestrom
Essen und Trinken nach Magenentfernung
bonae curae Verlag
ISBN-Nr. 3-930896-04-4
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Zur Klärung
weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht
Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte
vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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Aktualisiert:
Juni 2010
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